Jan 192016
 

Liebe Schönwalder,

liebe Brandenburger,

Am 07.01.2016 startete das Volksbegehren

Volksinitiative für größere Mindestabstände von Windrädern zur Wohnbebauung sowie keine Windräder im Wald

 

http://schoenwalde-glien.active-city.net/city_info/webaccessibility/index.cfm?region_id=341&waid=115&design_id=0&item_id=0&modul_id=34&record_id=75908&keyword=0&eps=20&cat=0

 

Bis zum 06.07.2016 können alle Bürger ab 16 Jahre mit Hauptwohnsitz in Brandenburg dieses Volksbegehren unterstützen. Die Unterschriften können entweder persönlich bei den zuständigen Ämtern oder per Briefwahl geleistet werden. Die Unterlagen für die Briefwahl können beim Amt oder im Internet unter https://formular.volksbegehren-windkraft.de/PHPMailer/sample_forms/start.html angefordert werden. Die Zusendung ist kostenfrei.

 

Dieses Volksbegehren bietet die Möglichkeit, einen ersten Schritt zum Schutz von Mensch und Natur einzufordern – Ziele, die sich vor langer Zeit die Energiewende auf die Fahne geschrieben hat. Dafür werden 80.000 Unterschriften benötigt. Die Angaben (Name, Adresse und Geburtsdatum) müssen korrekt und vollständig sein, ansonsten ist die Stimme ungültig.

Ist die Energiewende wirklich „alternativlos“? Brauchen wir die Windkraft?

 

In Brandenburg stehen bereits mehr als 3.300 Windenergieanlagen (WEA). Nach dem Willen der Profiteure soll diese Zahl verdoppelt werden, obwohl diese nie einen Haushalt mit Strom versorgen können. „Versorgen“ heißt, zum Zeitpunkt des Bedarfs zu produzieren. Dies ist bei Wind nicht möglich. Dies bedeutet, dass immer ein konventioneller Kraftwerkspark zusätzlich bereit stehen muss.  Für die Energieversorger lohnt sich dieses Vorhalten der Leistung nicht mehr, deshalb werden dafür vor allem ältere (Braun)Kohlekraftwerke genommen anstatt effiziente aber teurere Gaskraftwerke. Kohlekraftwerke lassen sich nicht mal eben schnell rauf- oder runterfahren. Von „0 auf 100“ brauchen sie teilweise Tage. Deshalb laufen sie ständig – auch wenn der Wind weht oder die Sonne scheint.

Ausländische Kernkraftwerke liefern zusätzlich Strom für Deutschland. Für die „Sicherung der Energiewende“ (Aussage der Bundesregierung) werden im Ausland sogar neue Kernkraftwerke für die Versorgung Deutschlands gebaut bzw veraltete dürfen nicht abgeschaltet werden. Die Kernkraft wird also nur in unsere Nachbarländer verlegt. Was viele auch nicht wissen: In Gronau werden Brennstäbe für ca. 40 Kernkraftwerke hergestellt. Diese werden in einer Halle gelagert und in die ganze Welt verschickt. Der Vertrag für diesen Betrieb wurde nach dem Vorfall in Fukushima verlängert.

 

Mehr Windräder bedeutet mehr Strommüll, der schon jetzt teuer ins Ausland entsorgt werden muss. Mit jedem Windrad verstärkt sich das Problem der Überproduktion an windigen Tagen. An windstillen Tagen helfen dagegen auch keine zusätzlichen tausend Windräder, Strom zu erzeugen. Der Spruch „irgendwo weht immer Wind“ ist falsch. Deutschland ist viel zu klein für unterschiedliche Wetterlagen.

 

Anstatt unser Geld in weitere sinnlose bzw zerstörerische Anlagen zu stecken, sollte besser in die Forschung investiert werden. Alle rund 26.000 Windräder in Deutschland produzieren ca. 1,5% des Gesamt-Energiebedarfs. Wie leicht lassen sich diese 1,5% z.B. durch Effizienssteigerung einsparen.

 

Verschiedene Studien verweisen auf die gesundheitlichen Gefahren, die von den Windrädern ausgehen. Hörbarer sowie nicht-hörbarer Schall wirken auf den Körper ein. Jedes Unternehmen muss seine Mitarbeiter vor zuviel Schall schützen. Bei WEAs gilt dies nicht. Die Forderung nach dem höhenabhängigen Mindestabstand zur Wohnbebauung bietet einen gewissen Schutz der Anwohner, die diesem Schall nicht nur für ein paar Stunden ausgesetzt sind.

 

Wenn diese Forderungen der Mindestabstände und die ‘Tabuzone Wald’ umgesetzt werden, dann bedeutet dies auch

 

keine Windräder in Schönwalde-Glien! 

 

Gesetzliche Unsicherheiten würden damit ausgeschaltet!

 

Bitte machen Sie von Ihrem Recht gebrauch.

Herzlichen Dank!

Kommentare sind derzeit nicht möglich.