Berliner Stadtgüter lassen nicht locker

 Veröffentlicht von am 6. März 2014
Mrz 062014
 
gemäß des Artikels der MOZ vom 04.03.2014 (http://www.moz.de/lokales/artikel-ansicht/dg/0/1/1253684/) halten die Berliner Stadtgüter „weiterhin an ihren Plänen, Windkraftanlagen in den Gemeinden Schönwalde-Glien und Dallgow-Döbeitz bauen zu lassen, fest“. Sie beziehen sich dabei auf Schwachstellen des in Aufstellung befindlichen Regionalplanes Windenergie. Im Oktober vergangenen Jahres hatten die Berliner Stadtgüter eine Absage des Brandenburgischen Umweltministeriums erhalten, weil die Gemeinde Schönwalde-Glien im Landschaftsschutzgebiet liegt und die Errichtung von Windkraftanlagen gemäß der Landschaftsschutzgebietsverordnung nicht genehmigungsfähig ist. Es müsste eine Ausgliederung dieser Flächen aus dem Landschaftsschutzgebiet erfolgen. Dieses wurde nicht in Aussicht gestellt. Die Entscheidung wurde unabhängig vom Regionalplan Windenergie getroffen.
 
Hoffnung machen sich die Stadtgüter, da eine Stromtrasse durch unsere Gemeinde verläuft. Diese sehen sie als „Vorbelastung“ an und plädieren darauf, dass in vorbelasteten Landschaftsschutzgebieten unter Umständen Windkraftanlagen doch zugelassen werden könnten. Es gibt mehrere Gerichtsurteile, die aber genau das ausschließen: eine Stromtrasse gilt nicht als Vorbelastung. Auch gibt es diese Trasse seit langem, so auch bereits im letzten Jahr und dennoch konnte dem damaligen Antrag nicht zugestimmt werden.
 
Erstaunlich und erschreckend zugleich, wie selbstherrlich Herr Hecktor als Vertreter der Berliner Stadtgüter über das Schicksal unserer Gemeinde verfügt und keine Gesetze, Erlasse und Regionalplanungen anerkennen will! 
 
Aber es geht um sehr viel Geld, denn Berlins Kassen sind leer und die Zeit rennt den Stadtgütern davon.  Das öffentliche Interesse, die Bürger und die intakte Natur von Schönwalde-Glien interessieren weder Finanzsenat noch die Stadtgüter Berlin – obwohl die Gründer der Berliner Stadtgüter auch im Interesse ihrer Bürger überaus naturverträgliche Ziele verfolgten. Doch in Zeiten der Gewinnoptimierung sollen sogar die eigenen Wurzeln gekappt werden! Heute gilt nur noch: Der Rubel muß rollen!
 
Wir hoffen allerdings sehr, dass alle Verantwortlichen weiterhin daran festhalten, die Natur und die Umwelt zu schützen und nicht monetären Belangen zu opfern.

Ausruhen können wir uns also nicht. Es geht in die nächste Runde. Wer sein Banner schon entfernt hat, den möchten wir bitten, dieses wieder anzubringen. Windkraftanlagen haben nichts mit Umwelt- oder gar Klimaschutz zu tun. Dies wurde jüngst von einem unabhängigen Expertenrat erneut bestätigt und veröffentlicht.
Der Artikel in der MOZ kann hier gelesen werden, den Artikel über die BI gibt es hier

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