Fakten und Hintergrund

 Veröffentlicht von am 27. März 2012
Mrz 272012
 

Wir als Bürgerinitiative fordern:

KEINE WINDINDUSTRIEANLAGEN IN SCHÖNWALDE-GLIEN!
RETTET UNSER LANDSCHAFTSSCHUTZGEBIET!

Hintergrund

Die Gemeindevertreterversammlung hat am 26.01.2012 in Verbindung mit dem Ausweis von Konzentrationsflächen für Windindustrieanlagen beschlossen, eine Ausgliederung von Teilen der Gemeinde Schönwalde-Glien aus dem Landschaftsschutzgebiet zu beantragen. Dies bedeutet nicht nur Windindustrieanlagen in den ausgewiesenen Flächen, sondern bald auch ÜBERALL! Auch können in der gesamten Gemeinde sonstige Industriebauten entstehen!

Ausgewiesene Flächen: Gebiete, größer als unsere Dörfer! Kein Schönwalder bleibt unbelastet! 

 

Hierzu Folgendes:

  1. Im bestehenden Landschaftsschutzgebiet (LSG) ist die Errichtung von Windkraftanlagen verboten. Dies beruht auf dem umfassenden Bauverbot in § 4 der LSG-Verordnung.
  2. Ohne eine Änderung der LSG-Verordnung und der teilweisen Herauslösung von Flächen aus diesem Schutzgebiet können Windkraftanlagen in Schönwalde-Glien nicht errichtet werden. Dies ist bereits gerichtlich bestätigt.
  3. In der Begründung zum Entwurf des jetzt ausliegenden Flächennutzungsplans geht die Gemeinde selbst davon aus, dass ohne eine Änderung der LSG-Verordnung der Flächennutzungsplan nicht aufgestellt werden kann.
  4. Weder die Landespolitik noch die Bundespolitik fordern, Windkraftanlagen im Landschaftsschutzgebiet zu errichten oder deswegen Landschaftsschutzgebiete zu verkleinern. Landschaftsschutzgebiete sind für die Windkraft tabu. Hier haben Fauna und Flora Vorrang vor der Windkraftindustrie.
  5. Ziel der Flächennutzungsplanung der Gemeinde Schönwalde-Glien ist es, im Interesse der Windkraftinvestoren das Landschaftsschutzgebiet zu verkleinern und durch den Flächennutzungsplan die Möglichkeit zu schaffen, Windkraftanlagen in Schönwalde-Glien zu errichten.
  6. Die Bürgerinitiative unterstützt die Energiewende, aber sie fordert, dass erneuerbare Energien nicht das zerstören, was gerettet werden soll, nämlich eine intakte Umwelt. Dazu gehört im Sinne eines echten Naturschutzes der unbedingte Erhalt der bestehenden Landschaftsschutzgebietverordnung. Das Landschaftsschutzgebiet darf als Lebensraum zahlreicher bedrohter Tiere und Pflanzen nicht angetastet werden. Dafür muss sich auch die Gemeindevertretung strakt machen.

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